Cartronic erhielt den Entwicklungsauftrag, ein benzingetriebenes Fahrzeug auf den Betrieb mit Bioethanol umzurüsten. Daraufhin haben wir uns eingehend mit der Technik beschäftigt und alle, auf dem Markt befindlichen Zusatzsteuergeräte als Testgeräte gekauft. Sehr belustigend war die Tatsache, dass, nachdem wir rund 12 Geräte gekauft hatten, nur 7 sich voneinander unterschieden. Alle anderen waren nur in unterschiedlichen Gehäusen oder mit anderen Aufklebern versehen.
Innerhalb kurzer Zeit fanden wir heraus, dass es kein Steuergerät gab, das den Alltagsanforderungen genügen konnte. Probleme wie leichte bis extreme Kaltstartschwierigkeiten, sehr hoher Mehrverbrauch, Magerruckeln, Warmstartschwierigkeiten bis zu totalen Betriebsausfällen traten während der Tests auf. Besonders negativ viel auf, das die technische Seite der Umsetzung bei den meisten Geräten sehr zu wünschen übrig ließ. Wir fanden sogar Geräte mit wild zusammengelöteten Innenleben und teilweise sogar welche ohne Platine. Motorschäden waren also vorprogrammiert.
Ebenso wurde deutlich, dass sich eine relativ große Gruppe von nebenberuflich engagierten Personen mit der Vermarktung genau dieser Geräte beschäftigt, teilweise Leute mit sehr geringem Fachwissen in der Motoren- bzw. Fahrzeugtechnologie. Unsere Versuche in der Klimakammer bei minus 10° Celsius offenbarten dann das gesamte Ausmaß der Misere: es gab tatsächlich kein einziges Gerät welches zu unserer Zufriedenheit funktionierte. Nur 2 Geräte waren vom Ansatz her bedingt einsatzfähig. Sehr verwunderlich ist die Tatsache, dass alle diese Geräte noch heute auf dem Markt sind und täglich verkauft werden. Absolute Dumpingangebote auf der Plattform Ebay bestätigen dies.
Das war für uns der Startschuss, einen eigenen Controller zu entwickeln, der in allen Betriebszuständen perfekt funktioniert, dem Motor nicht schadet und den Mehrverbrauch auf ein verträgliches Minimum begrenzt. Zudem sollte sich der Controller jederzeit automatisch an die sich ständig veränderten Betriebszustände des Motors und auch an die Umweltbedingungen anpassen und über ein ausgefeiltes Kaltstartprogramm verfügen.
Das Ergebnis ist ein digital gesteuerter Bioethanol Controller der Extraklasse. In der langjährigen Entwicklung stecken inzwischen verschiedene zum Patent angemeldete technische Neuerungen.
Ein Gerücht. Bioethanol ist nicht mit dem aggressiven Methanol zu verwechseln, das z.B. in Dragstermotoren verwendet wird! Es gibt bei E85 keine direkten Unverträglicheiten zu den verwendeten Materialien im Kraftstoffsystem. Benzin ist sogar aggressiver zu Dichtringen / Schläuchen und Leitungen. Lediglich bei Aluminium schneidet E85 in Langzeittests geringfügig schlechter ab.
Materialverträglichkeiten E85 vs. Benzin: (Quellen u.a.: gates.com / e85fuel.com)
1 = excellent, 2 = gute Verträglichkeit, 3 = schlechte Verträglichkeit
| Material | E85 | Benzin |
| Chloroprene / Neoprene | 1 | 3 |
| Nitrile | 1 | 2 |
| Polyethylen/CPE/HDPE | 1 | 2 |
| Teflon | 1 | 1 |
| Viton | 1 | 2 |
| Stahl/Edelstahl | 1 | 1 |
| Aluminium | 2 | 1 |
| Thermoplaste (PA) | 1 | 2 |
Folgende Werkstoffe finden in Fahrzeug-Kraftstoffsystemen Verwendung:
In Einzelfällen aufgetretene Materialunverträglichkeiten sind ausserordentlich selten und sind individuell zu überprüfen.
Empfehlungen:
Etwa 200 km nach Umrüstung eines Gebrauchtwagens mit mehr als 50.000 km Laufleistung ist es sinnvoll, den Benzinfilter zu tauschen (Reinigungswirkung!). Außerdem sollten die Ölwechselintervalle etwa 10% vorgezogen werden. In seltenen Fällen muss der Tankgeber modifiziert werden.
Bioethanol ist hygroskopisch. Oldtimer oder ältere Fahrzeuge mit Stahltank, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden, sollten nicht mit einem Ethanol-gefüllten Tank abgestellt werden. Es empfiehlt sich, den Tank weitestmöglich leer zu fahren und ggf. mit Benzin fü die Dauer der Nichtnutzung aufzufüllen.
Eine verwirrende und in dieser verallgemeinernden Form auch falsche Behauptung. So liegen beispielsweise alleine in Deutschland rund 10% der Ackerflächen brach, um Überschüsse zu vermeiden - EU-weit ist es noch erheblich mehr. Diese bislang ungenutzten Flächen können - auch in Fruchtfolge mit anderen Nutzpflanzen - für den Anbau von Pflanzen zur Bioethanolgewinnung genutzt werden, ohne dass die Produktion von Nahrungsmittelpflanzen beeinträchtigt wird. Etwa 8 Mio m3 Bioethanol könnten in Deutschland produziert werden - mehr als das 20fache der augenblicklichen Produktionsmenge. Inzwischen wird Ethanol auch aus Algen gewonnen: Algenfarmen mit einer Fläche von NRW wären in der Lage, den Kraftstoffverbrauch des weltweiten Flugverkehrs nachhaltig zu sichern.
Mehr über die Gewinnung von Ethanol aus Algen beim Entwickler dieses Verfahrens: Aquaflow.
Auch die oft zu hörende Behauptung, der Import von Billigethanol z.B. aus Brasilien würde sich auf die Weltmarktpreise für Lebensmittel negativ auswirken, ist nicht korrekt. Brasilien produziert seinen Bioethanolbedarf aus speziell angelegten Zuckerrohrplantagen. Bei steigendem Bedarf können in Brasilien weitere Ackerflächen von der 9fachen Grösse Deutschlands genutzt werden, ohne dass dazu ein einziger Urwaldbaum gefällt werden muss!
Der weltweite Anstieg der Lebensmittelpreise ist nicht auf die verstärkte Produktion von Bioethanol zurückzuführen, sondern hängt unter anderem z.B. zusammen mit dem uneingeschränkten Bevölkerungswachstum und den dramatisch steigenden Nachfragen aus Ländern wie China, Russland oder Indien. Die undifferenzierte generelle Schuldzuweisung für die steigenden Nahrungsmittelpreise ist durch entsprechende Analysen widerlegt; in die berechtigte Kritik geraten ist lediglich die Verwendung von Mais zur Ethanolgewinnung in den USA.
Bei der Gewinnung von Bioethanol ist es wie bei jeder neuen Technologie: steigende Nachfrage wird rasch für optimierte, kostengünstigere und noch umweltschonendere Herstellungsverfahren sorgen. Als Alternative zu den mit Sicherheit zur Neige gehenden fossilen Brennstoffen ist Bioethanol unverzichtbar.
Bei der Produktion von Bioethanol aus pflanzlichen Rohstoffen ist die CO2-Bilanz erheblich besser als bei Benzin: die geringeren erforderlichen fossilen Prozessenergien und die immer weiter entwickelten Herstellungsverfahren sorgen für erheblich geringere Klimagasemissionen.
Bei der Gewinnung aus Algen, die aus Kläranlagen gewonnen werden, verbessert sich nicht nur der Schadstoffemission, zusätzlich wird das Abwasser besser gereinigt: das bislang noch mit Algen durchsetzte "geklärte" Wasser wird mit einem rein biologischen Prozess noch weiter gereinigt, quasi als Abfallprodukt gewinnt man den "Algensprit". Und: der ohnehin anfallende organische Abfall (z.B. aus der Landwirtschaft) ist keine Belastung mehr, sondern kann nutzbringend zur Algengewinnung eingesetzt werden.
Im direkten Vergleich der Emissionsbilanzen zwischen fossilem Kraftstoff und Bioethanol gibt es keine ernsthaften Zweifel mehr: nahezu keine Schwefelemissionen, um 70-80% weniger CO2-Ausstoss. 10 Liter Benzin stoßen pro gefahrenem km ca. 237 Gramm CO2 aus, 10 Liter E85 nur 35,6 Gramm.
Wir haben mit unseren Fahrzeugen ausführliche Emissionstests nach neuesten Richtlinien durchgeführt: die mit dem digital gesteuerten t-ec2 Controller ausgerüsteten Fahrzeuge haben alle künftigen Abgaswerte der Euronormen 5 und 6 bereits heute deutlich unterschritten!
Fest steht, dass die Vorräte an fossilen Brennstoffen noch 30-50 Jahre ausreichen, wobei der Bedarf zum Beispiel durch China, Russland und Indien weit schneller wächst als noch vor wenigen Jahren vorausgesagt.
Fest steht ebenfalls, dass eine rasche und umfassende Reduzierung des Schadstoffausstosses unabdingbar ist. Wer auf den Individualverkehr in Zukunft nicht verzichten will, muss also dafür sorgen, dass sein Auto möglichst schadstoffarm ist.
Andere Antriebskonzepte, die nicht auf fossilen Brennstoffen basieren, sind noch mehr oder weniger weit von einer Serienreife entfernt. Der reine Elektroantrieb ist Zukunftsmusik - wobei die Befürworter meist unerwähnt lassen, dass auch zur Erzeugung des für die Batterien notwendigen Ladestroms Energie aufgewendet werden muss, und die kommt derzeit noch nicht nur aus der Steckdose, sondern zu einem grossen Teil aus wenig umweltfreundlichen Technologien. Hybridantriebe sind in der Entwicklung weiter, aber auch nur eine "halbe Sache", denn im Benzinbetrieb werden weiter Schadstoffe ausgestossen.
Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen mit nur sehr geringem Schadstoffausstoss sind eine sofort wirksame, kostengünstige, verfügbare und umweltfreundliche Alternative. Es spricht alles für Bioethanol, aber kaum etwas dagegen. Und ab wann möchten Sie intelligent umweltfreundlich fahren?
Kunden, die eine Standheizung haben, berichten, dass es keine Probleme mit der Standheizung gibt.
E85 verlängert die Lebensdauer des Kats um ein Vielfaches. Der Grund: im Abgas befindet sich So gut wie kein katalysatorschädigendes Schwefel.
E85 hat den Nachteil, dass es sich bei Kälte nicht so leicht entzünden lässt wie normaler Kraftstoff. Deshalb wird auch in Europa dem Ethanol 15% Benzin beigemischt. Auf Ethanolbetrieb umgebaute Fahrzeuge springen teilweise dann im Winter und früh morgens, wenn es noch sehr kalt ist, schlecht an.
Geräten anderer Hersteller führen oftmals zu schlechten Kaltstarteigenschaften. Beim Einbau eines E85 Controllers sollten Sie sich in jedem Falle garantieren lassen, dass es beim Kaltstart keine Probleme gibt! Entscheidend ist, dass die richtig bemessene Kraftstoffmenge in den Brennraum gelangt. Genau dies macht unser t-ec2 Controller. Probleme im Kaltstart gehören der Vergangenheit an.
Der Energiegehalt von E85 ist geringer als der von Benzin. Somit ergibt sich ein theoretischer Mehrverbrauch von ca. 29%. Aufgrund der hohen Oktanzahl von 105-110 Oktan je nach Qualität des Kraftstoffes und anderer Faktoren ergibt sich allerdings im Fahrbetrieb ein Mehrverbrauch von ca. 12-17%. Unsere intelligente Elektronik im t-ec2 Controller mit seiner "Lean Mixture Technologie" sorgt für uneingeschränktes Fahrvergnügen mit ca. 5% Mehrleistung und Drehmoment.
Ethanol verbrennt sehr sauber ohne nennenswerte Ablagerungen im Brennraum. Zudem reinigt Ethanol den Brennraum und das Innere des Kraftstoffsystems. Es ist wichtig, dass nach einer Laufleistung von 300-500 Km der Benzinfilter überprüft wird. Nach 1000 km Laufleistung sollte dieser gewechselt werden. Alle Ablagerungen im Kraftstoffsystem haben sich dort nun abgesetzt. Da Ethanoldämpfe auch Verkokungen im Motor selbst lösen, ist es sinnvoll nach dem Umbau mit unserem t-ec2 Controller einen Ölwechsel mit Filterwechsel vorzuziehen.
Diese Frage ist einfach beantwortet. Hersteller dieser Geräte sind meist Unternehmen, die nicht wirklich den nötigen Sachverstand in der Entwicklung von Motorsteuerungen haben, um intelligente elektronische Lösungen zu produzieren. Die Controller von Cartronic sind Geräte mit ausgefeilter Software und modernster digitalen Hardware. Mankos in der Software werden nicht durch Schalter oder sonstige Hilfsmittel übertüncht. Unsere Controller sind selbstlernend und erkennen jederzeit die Qualität des Kraftstoffes. Dies ist besonders wichtig, damit der Motor morgens nach dem Kaltstart auch die richtige Kraftstoffmenge zugeteilt bekommt. Besonders wichtig ist diese einzigartige und patentierte Funktion, wenn man unterwegs die Kraftstoffart gewechselt hat. Und das alles können zur Zeit nur unsere Geräte.
Fahrzeuge welche mit einer Gasanlage ausgerüstet wurden, kann man auch mit E85 betreiben. In diesem Falle hat man ein trivalentes Fahrzeug mit sehr hohem Einsparpotenzial.
Einen Turbolader, der mit E85 Kraftstoff in Berührung gekommen ist, erkennt man sofort: er ist absolut sauber und hat keinerlei Ablagerungen auf den Schaufeln. Die Verbrennungstemperaturen sind geringer. Die Lebensdauer eines Turboladers wird sich mit E85 im Tank erhöhen.
Vom Grunde her ist das kein Problem. Allerdings solle das technische Umfeld am Fahrzeug mit Sensorik und Abgasanlage in Ordnung sein. Wichtig ist zudem, dass der Zustand der Einspritzventile gut ist. Cartronic überholt Einspritzventile auf einem fast 10.000 Euro teurem Prüfstand. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass 80% aller Einspritzventile in Motoren mit Laufleistungen von über 100.000 Km nicht mehr der Werksvorschrift entsprechen. Abweichungen im Spritzbild und in der Einspritzmenge von bis zu 30% im Serienvergleich sind keine Seltenheit. Einspritzventile kann man also überholen lassen. Mehr Infos dazu hier.
Das ist grundsätzlich kein Problem. Allerdings ist darauf zu achten, dass man noch genügend Zusatzeinspritzmenge in den Brennraum bekommt. Wurde also die Einspritzmenge vom Programm her so erhöht, dass die notwendige Mehreinspritzung auf Grund von E85 im Tank und zu kleiner Einspritzventile nicht mehr möglich ist, stoßen wir an unsere Grenzen. In diesem Falle ist es notwendig, das Fahrzeug neu abzustimmen, bzw. neue, größere Einspritzventile zu montieren. Eine geringe Erhöhung des Kraftstoffdruckes kann auch hilfreich sein. Es ist sinnvoll diese Motoren mit speziellen Lambdamonitorsystem zu überwachen. Damit erkennt man während der Fahrt ob es Probleme wegen zu magerem Gemisch gibt. Einfache Systeme, die dies erlauben, haben wir im Programm. Infos dazu hier.
Hersteller minderwertiger E85 Umrüstgeräte sind nicht in der Lage, Ihre Controller mit intelligenten Schaltungen zu versehen, die ein Verpolen der beiden Anschlussleistungen eines Einspritzventils unmöglich machten. Dies entweder aus Kostengründen oder aus Unwissendheit. Die t-ec2 Controller von Cartronic sind sehr einfach in der Installation. Es gibt keinerlei Vorgaben in Sachen Anschlusspolung. Unsere Geräte sind intelligent programmiert und schalten intern um, falls verpolt angeschlossen wurde. Unser Kit beinhaltet aus diesem Grunde auch kein Messgerät, welches die Polung anzeigt. Auch verfügt unser Gerät nur über einen Masseanschluss. Die Spannungsversorgung erfolgt über die Einspritzventile. t-ec2 Controller von Cartronic sind einfach das Beste, was es zurzeit auf dem Weltmarkt gibt.
Einige Fahrzeugbesitzer, deren Fahrzeug bereits ein Motortuning über eine Anpassung der Kennfelder (Chip-Tuning usw.) bekommen hat, möchten wissen, ob man Ihr Fahrzeug noch zusätzlich auf Ethanol-Betrieb umrüsten kann. Da man im E85-Betrieb rund 23-27% mehr Kraftstoff benötigt, ist es notwendig, das Tastverhältnis unter Volllast zu prüfen. Sollten die E-Ventile schon zu rund 75-80% ausgelastet sein, dann ist ein Betrieb mit E85 unter Volllast nicht mehr sicher, da der Motor abmagert.
Das Tastverhältnis in % wird wie folgt gemessen:
Man benötigt ein spezielles Digital-Multimeter mit Frequenz- und Tastverhältnis Messfunktion. Diese Geräte kosten rund 40 Euro und sind über Angebote in Ebay leicht zu finden.
Geben Sie folgenden Suchbegriff ein:
Profi Digital Multimeter Amperemeter mit Bargraph LCD -
dort finden man immer wieder günstige Angebote.
Das Tastverhältnis wird an den Kontakten des Einspritzventilsteckers gemessen. Meist kann man mit den Prüfspitzen von oben durch die Silikonabdichtungen des Steckers die Kontakte berühren. Um Messungen während der Fahrt zu machen, muss das Kabel allerdings verlängert und in den Innenraum gelegt werden. Ein Beifahrer kann dann die Werte während der Probefahrt ablesen.
Am besten beschleunigt man im 3.Gang von 40 KM/h bis zur Drehzalgrenze hoch und liest die Werte ab. Erscheint dann während der Fahrt ein Wert größer als 75% ist der Umbau leider nicht möglich.
Bei qualitativ minderwertigen Geräten benötigen Sie diesen Wert auf jeden Fall. Unsere Controller benötigen diesen Wert nicht.
Auf Grund der hohen Oktanzahl von E85 und der damit verbundenen kontrolliert ablaufenden Verbrennung verringert sich das Geräusch des Motors im Betrieb deutlich. Unkontrollierte Flammenausbreitung nach der Zündung des Gemisches führt bei Kraftstoffen mit niedrigen Oktanzahlen zu Klopf-und Klingelgeräuschen. Dies liegt daran, dass der Zeitpunkt der Zündung des Gemisches durch den Zündfunken immer vor dem oberen Totpunkt des Kolbens liegt. Niedrig-oktaniges Benzin lässt sich leichter entflammen, was dazu führen kann, dass der Verbrennungsvorgang und der damit verbundene Verbrennungsdruck dem Weg des Kolbens nach oben entgegenwirkt. Genau das führt dann zu den unangenehmen Geräuschen.
Mit E85 im Tank ist es sogar möglich, den Zündzeitpunkt vor OT noch weiter in Richtung "Früh" zu verlegen. Dadurch gewinnt man Leistung. Unserer Erfahrung nach sind ca. 5-8% keine Seltenheit. Ein weitere Grund für den ruhigen Motorlauf ist die Tatsache, dass sich durch die Reinigungswirkung von Ethanol nahezu alle kohlenstoffhaltige Ablagerungen in den Brennräumen auflösen. Leistung und Drehmoment steigen also im Betrieb mit E85 an. Man benötigt weniger Gaspedalstellung um die gleiche Geschwindigkeit zu fahren. Zudem beschleunigt der Wagen besser. Dies alles kann man auf einem Leistungsprüfstand nachmessen.
Problemlos umrüstbar sind alle Fahrzeuge ab Baujahr 2000 mit OBD2-Standard (zurzeit noch keine Direkteinspritzer, dies ist aber in Vorbereitung!). Die jährlich gefahrene km-Leistung sollte nicht weniger als 10.000 km betragen.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Umrüstung.
Derzeit (Stand August 2010) gibt es in Deutschland rund 350 Tankstellen, an denen E85 verfügbar ist. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. Allein in den letzten 6 Monaten sind ca. 80 neue E85- Tankstellen dazugekommen. Bis Ende 2011 rechnet man bundesweit mit ca. 500-600 Tankstationen, die den CO2-neutralen Kraftstoff anbieten. Und je mehr Autofahrer auf E85 umrüsten, desto schneller wird das Netz wachsen - die Nachfrage regelt auch hier das Angebot.
Hier finden Sie ausführliche Informationen über: Ethanol-tanken!